Handgelenksdenervation nach Wilhelm

 

Überblick

Die erste Handgelenksdenervation wurde 1959 vom deutschen Chirurgen A. Wilhelm durchgeführt. Er hat später auch die Denervation am Ellenbogen zur Behandlung des sogenannten Tennisellenbogens entwickelt.

Handgelenksdenervationen werden heute weltweit routinemäßig angewendet und gehören zur Standartausbildung jedes Handchirurgen und der Plastischen Chirurgen. Bei dieser Operation werden die Schmerz leitenden Nerven am Handgelenk chirurgisch unterbrochen, die Signalübertragung wird dadurch gestoppt.

 

Anwendungsgebiete

Arthrose und Schmerzen im HandgelenkAm häufigsten wird eine Denervation am Handgelenk bei fortgeschrittenen Arthrosen (Gelenkverschleiß) durchgeführt, die erhebliche Schmerzen im Beruf und bei den Alltagstätigkeiten verursachen. Ursache für die Arthrose im Handgelenk ist häufig Vererbung oder lange zurückliegende Brüche der Speiche und des Kahnbeins oder alte Verletzungen der Bänder des Gelenkes.

Auf jeden Fall sollte diese Operation nur durchgeführt werden, wenn die Schmerz verursachende Erkrankung nicht (mehr) anders behandelt werden kann, wobei das ständige Tragen einer Schiene und die tägliche Einnahme von Schmerztabletten aus der Gruppe der nicht steroidalen Antirheumatika (sog. „Rheumamittel“) keine Alternative zur Denervation darstellen. Die Schiene führt mittelfristig zu einer erheblichen Bewegungseinschränkung des Gelenkes und die Schmerzmedikamente in vielen Fällen zur Bildung eines Magengeschwüres, welches neben den Schmerzen auch lebensbedrohliche Magenblutungen auslösen kann.

 

Letzte Rettung vor einer Versteifungs-Operation

Die Handgelenksdenervation ist somit eine rein symptomatische Therapie und wird bei fortgeschrittener Arthrose als letzte Rettung angewandt, um eine den Schmerz beendende Versteifungsoperation des Handgelenkes zu umgehen oder zu verzögern. Dies gilt insbesondere für Berufstätige, die ansonsten durch eine Versteifung im Handgelenk berufsunfähig werden würden.

 

Die Operation

Die Operation ist recht komplex und erfordert lange Erfahrung und Fingerspitzengefühl, um keine Sensibilitätsstörungen an der Haut zu hinterlassen. Über sechs kleine Schnitte werden zehn verschiedene Nervenäste ausgeschaltet, die sich aus allen drei Hauptnerven des Unterarmes speisen. Der Eingriff sollte stationär erfolgen, um eine optimale postoperative Behandlung und Kontrolle zu gewährleisten.

Die Erfolgsrate nach einer Denervation am Handgelenk ist leider nicht so gut wie z.B. beim Kniegelenk. Bestenfalls 60% der Patienten sind nach einer Handgelenksdenervation für mehrere Jahre schmerzfrei oder schmerzarm. Heutzutage werden die meisten Handgelenksdenervationen nicht als isolierter Eingriff durchgeführt, sondern begleitend und prophylaktisch, im Rahmen größerer Handgelenksoperationen.

Als Narkoseform reicht eine Plexusanästhesie (Betäubung des ganzen Armes durch örtliche Betäubungsmittel im Bereich der Achsel platziert). Auf Wunsch der Patienten kann aber auch eine Vollnarkose durchgeführt werden.

 

Risiken

Neben der relativ zu anderen Operationen geringeren Erfolgsrate ist wie bei allen Hand-Operationen mit einer Verlängerten Schmerzhaftigkeit der Narben zu rechnen. Auch muss auf das spezifische Risiko einer Algodystrophie (auch CRPS genannt) hingewiesen werden, was nur bei Handoperationen eintreten kann. Dies ist eine Reaktion des Körpers auf die Operation an der Hand und kann einhergehen mit Schwellung, Bewegungseinschränkung und Schmerzen, was man aber behandeln kann. Die Ursache dieser eigenständigen Erkrankung ist unbekannt, die Häufigkeit erfreulicherweise extrem gering. Auf das Risiko eines Taubheitsgefühls um die Narben und auch darüber hinaus wurde schon weiter oben eingegangen, dieses ist umso geringer, je mehr der Operateur sich auf diese Operationen spezialisiert hat.

 

Nachbehandlung

Wir legen für vier bis sechs Tage nach der Operation einen Gips an, der dann in der Praxis entfernt wird. Die Hautfäden werden nach 14 Tagen entfernt. Eine Krankengymnastik wird rezeptiert, der Zeitraum kann zwei bis acht Wochen betragen, je nachdem wie schnell man die Hand wieder ohne Bewegungseinschränkung einsetzen kann. Dies ist auch abhängig vom Ausmaß der Erkrankung vor der Operation.

 

Ihr Arzt

Ihr ArztDr. med. Georgios Xydias ist Facharzt für Plastische Chirurgie, Gründer und Ärztlicher Leiter von DENERVATIO, dem Zentrum für Gelenkdenervationen am Standort ...

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Das Zentrum

zmejaDENERVATIO in Berlin und Düsseldorf ist eine überregionale Anlauf- stelle für chronische Gelenkschmerz-Patienten mit Schmerzen im Kniegelenk, Handgelenk ...

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Aktuelles

neu-415Am 05. Mai 2014 um 19.00 Uhr hält Dr. Xydias einen weiteren Vortrag über die Kniegelenksarthrose und deren Behandlungsmöglichkeiten bei der VHS in Düsseldorf ...

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