Die Sprunggelenks­Denervation

 

Das schmerzhafte Sprunggelenk

sprunggelenkJeder, der sich beim Sport eine Bänderdehnung oder einen Bänderriss am Sprunggelenk zugezogen hat, kann sich immer noch an den starken und plötzlich einsetzenden Schmerz erinnern. Das Sprunggelenk ist umfangreich mit sensiblen Nerven versorgt. Dieser Schmerz kann durch vorübergehende Ruhigstellung und Kühlung behoben werden.

Was aber wenn man nach einem alten Knochenbruch oder einer Bandverletzung oder bei Arthrose irgendwann unter chronischen (ständigen) unerträglichen Schmerzen im Sprunggelenk leidet?

Eine permanente Ruhigstellung in Form einer Versteifungsoperation (Arthrodese) beraubt die Betroffenen der Beweglichkeit im Gelenk, was das Laufen zwar schmerzfrei, aber enorm beschwerlich macht. Besonders jungen Patienten kann diese Operation nicht guten Gewissens empfohlen werden. Auch die hohe Komplikationsrate (>20%) spricht nicht für eine Versteifungsoperation.

Eine Denervation kann also auch in diesen Fällen eine sinnvolle Alternative sein. Bereits in den 50er Jahren wurden mit dieser Methode sehr gute Ergebnisse erzielt, zunehmend durchgeführt wird sie, auch hierzulande, seit den 90er Jahren.

Zunächst orthopädisch(-chirurgische) Therapie!

Auch beim Sprunggelenk, genau wie beim Schultergelenk, gilt der Grundsatz: erst müssen alle orthopädisch-unfallchirurgischen Maßnahmen zur Behebung der Schmerzursache ausgeschöpft werden. Hilft das jedoch nicht den Schmerz im Sprunggelenk zu beseitigen, so kann eine Denervation (Ausschaltung der Schmerz führenden Nervenfasern) zur Schmerzreduktion, in vielen Fällen sogar zu Schmerzfreiheit führen.

Manchmal ist der Gelenkverschleiß (Sprunggelenksarthrose) für die Schmerzen verantwortlich, manchmal aber auch die vorausgegangenen Operationen, bei denen feinste Nervenfasern verletzt worden sind und nun als Neurome (Nervennarben) ständig Schmerzsignale aussenden. Die Denervation ist eine ernstzunehmende und komplikationsarme Alternative zur operativen Versteifung oder zum Einbau eines künstlichen Gelenkes. Bei Neuromschmerzen sollte sie sogar, neben der gezielten Neuromresektion, die Therapie der Wahl sein.

Die Testung vor der Denervation am Sprunggelenk

Die Versorgung mit sensiblen Nervenfasern ist am Sprunggelenk sehr umfangreich und die Aufästelung der Nerven sehr variabel. Dies macht die Denervationstestung vor einer Operation enorm anspruchsvoll und zeitaufwändig.

Hierbei werden in mehreren Schritten bis zu 6 verschiedene Nervenäste örtlich betäubt. Im besten Fall ist der Patient nach nur einer Spritze schmerzfrei und man kann im Anschluss die Denervations-Operation klein halten. Im schlechtesten Fall leidet man nach sechs Injektionen weiterhin unter denselben Gelenkschmerzen, so dass eine Denervation nicht empfohlen werden kann.

Bekannte Risiken

Abhängig davon welche Nerven ausgeschaltet werden müssen, kann es nach der Sprunggelenksdenervation zu einem Taubheitsgefühl der Haut im gesamten Bereich des inneren und äußeren Sprunggelenkes kommen, was vor dem Eingriff schon feststehen sollte. In vielen Fällen ist dies sogar erwünscht, wenn die Betroffenen vorher unter Berührungsschmerzen im Bereich der Haut leiden und deswegen keine festen Schuhe tragen können. Die allermeisten Patienten geben an, dass ein Taubheitsgefühl am Sprunggelenk im Alltag nicht als störend empfunden wird.

Abgesehen davon sind echte Komplikationen selten. Über die allgemeinen Operationsrisiken, wie z.B. Bluterguss, Infektion, Wundheilungsstörung, Thrombose oder Narben sollte immer aufgeklärt werden.

Es sollte auch betont werden, dass man sich mit der Sprunggelenksdenervation keine weiter reichende Optionen verbaut. Sollte das Ergebnis dieser kleineren Operation unbefriedigend sein oder die Schmerzen nach Jahren erneut zunehmen, so ist weiterhin die Möglichkeit gegeben ein künstliches Gelenk einzubauen oder, wenn das nicht gut geht oder nicht möglich ist, eine Versteifung des Gelenkes zu vollziehen. 

Ihr Arzt

Ihr ArztDr. med. Georgios Xydias ist Facharzt für Plastische Chirurgie, Gründer und Ärztlicher Leiter von DENERVATIO, dem Zentrum für Gelenkdenervationen am Standort ...

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Das Zentrum

zmejaDENERVATIO in Berlin und Düsseldorf ist eine überregionale Anlauf- stelle für chronische Gelenkschmerz-Patienten mit Schmerzen im Kniegelenk, Handgelenk ...

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Aktuelles

neu-415Am 05. Mai 2014 um 19.00 Uhr hält Dr. Xydias einen weiteren Vortrag über die Kniegelenksarthrose und deren Behandlungsmöglichkeiten bei der VHS in Düsseldorf ...

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