Die Fingergelenks-Denervation

 

Die Fingergelenksarthrose

Nicht nur am Handgelenk, sondern an praktisch allen Fingerlenken kann sich eine Arthrose (Verschleiß des Gelenkknorpels) entwickeln. Die Schmerzhaftigkeit dieser Gelenke korreliert nicht immer mit dem Grad der Arthrose. So kann eine fortgeschrittene Arthrose beim Einen durchaus schmerzfrei oder schmerzarm sein, beim Anderen kann schon eine beginnende Arthrose zu dauerhaftem Gelenkschmerz führen.

Die operative Behandlung der schmerzhaften Fingergelenksarthrosen: Denervation, Endoprothese, Arthroplastik oder Arthrodese?

Wenn Schmerzmittel, Krankengymnastik, Akupunktur und andere konservative Therapien allein nicht mehr helfen, dann bleiben nur noch die operativen Therapieoptionen. Die am wenigsten invasive Operation ist eine Gelenkdenervation. Seit 1966 der deutsche Handchirurg A. Wilhelm seine ersten positiven Ergebnisse publiziert hat, hat dieser kleine ambulante Eingriff breiten Einzug in die Behandlung der schmerzhaften Fingergelenke gehalten. Es ist heutzutage die am häufigsten durchgeführte Denervations-Operation weltweit. Nur in wenigen Fällen ist dieser schonende Eingriff nicht möglich, so z.B. bei einer fortgeschrittenen Gelenkdestruktion mit vollständigem Aufbrauchen des Gelenkknorpels, einer Einsteifung oder Instabilität.

Auch ist eine Denervierung eines schmerzhaften Fingergelenkes bei jungen Patienten Therapie der ersten Wahl, laut der Autoren Prof. Rudigier und Dr. Merck (in deren Abteilung Dr. Xydias einige Jahre tätig war), da insbesondere bei jüngeren, handwerklich tätigen Patienten eine Endoprothese abzulehnen ist und eine Arthrodese (Versteifung) nicht selten zur Berufsunfähigkeit führen kann.

Wenn eine Denervation nicht möglich ist oder sich Jahre nach einer Denervation durch eine fortschreitende Arthrose oder durch direkt am Knochen sitzende Nervenfasern erneut Schmerzen entwickeln, dann stehen die beiden Verfahren der endoprothetischen Versorgung (künstliches Gelenk) oder Arthrodese (Versteifung) weiterhin zur Verfügung, wobei ganz individuell entschieden wird, welches Verfahren die besseren langfristigen Ergebnisse verspricht. An den Finger-endgelenken ist nur eine Arthrodese in leichter Beugestellung möglich, jedoch mit funktionell guten Ergebnissen. Am Daumensattelgelenk (Übergang Handgelenk zu Daumen) wird häufiger als eine Denervation eine sogenannte Arthroplastik durchgeführt, was aber in vielen Fällen eine bis zu 6 Monate lange Schmerzhaftigkeit und Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat, sowie mittelfristig zu einer Daumenverkürzung und/oder Achsenabweichung führen kann.

Vorteile der Fingergelenksdenervation

Die Fingergelenksdenervation ist praktisch an allen betroffenen Fingergelenken durchführbar (Sattelgelenk des Daumens, alle Grund- Mittel- und Endgelenke), kann mit örtlicher Betäubung durchgeführt werden, ist schonend und risikoarm und die Hand erholt sich innerhalb kurzer Zeit von dem Eingriff.

Je nach zukünftigem Verlauf lässt die Denervation weitergehende Therapieoptionen weiterhin zu. Zudem ist sie weit verbreitet und es wurden vielen Studien diesbezüglich veröffentlicht.

Risiken der Fingergelenksdenervation

Da die zugrundeliegende Arthrose nicht behandelbar ist, wird sie sich in vielen auch nach der Denervation weiter verschlechtern. Das heißt aber nicht, dass in diesen Fällen immer mit einer erneuten Schmerzhaftigkeit zu rechnen ist, wie in Studien nachgewiesen werden konnte. Da der Eingriff von kurzer Dauer ist und über sehr kleine Hautschnitte erfolgt, kommt es fast nie zu Komplikationen. Über seltene bis sehr seltene Risiken wie Neurome, Bluterguss, Infektion, Algodystrophie etc. sollte trotzdem im Vorfeld immer aufgeklärt werden. 

Ihr Arzt

Ihr ArztDr. med. Georgios Xydias ist Facharzt für Plastische Chirurgie, Gründer und Ärztlicher Leiter von DENERVATIO, dem Zentrum für Gelenkdenervationen am Standort ...

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Das Zentrum

zmejaDENERVATIO in Berlin und Düsseldorf ist eine überregionale Anlauf- stelle für chronische Gelenkschmerz-Patienten mit Schmerzen im Kniegelenk, Handgelenk ...

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Aktuelles

neu-415Am 05. Mai 2014 um 19.00 Uhr hält Dr. Xydias einen weiteren Vortrag über die Kniegelenksarthrose und deren Behandlungsmöglichkeiten bei der VHS in Düsseldorf ...

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