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Denervation des schmerzhaften Kniegelenkes – was ist das?

Zu Beginn zunächst eine kurze Definition: Bei der Kniegelenksdenervation handelt es sich um einen operativen Eingriff (Operation), bei dem nur die Schmerz führenden, zum Kniegelenk ziehenden sensiblen Nervenfasern zum Teil durchtrennt und verlagert werden und eine ausreichend lange Strecke derselben entfernt wird, so dass die Nervenenden sich nicht wieder „finden“.

Dieser Eingriff ist eine Nervenoperation außerhalb des Kniegelenkes und keine Knieoperation. Es ist ein mikrochirurgischer Eingriff, bei dem ein Operationsmikroskop oder eine starke Lupenbrille eingesetzt werden. Dies stellt sicher, dass alle anderen Nerven, die die Muskulatur steuern oder die Hautsensibilität ermöglichen geschont werden, so dass z.B. die Beweglichkeit des Kniegelenkes nicht verschlechtert wird. In vielen Fällen verbessert sie sich sogar nach der OP, da die Schmerz bedingte Schonhaltung aufgrund der dann reduzierten Knieschmerzen unterbleibt.

 

Ist eine Operation wirklich notwendig?

Die Knie-Denervation stellt immer einen der letzten Schritte dar, zur Behandlung der chronischen Knieschmerzen. In der Regel sind bei unseren Patienten schon viele Behandlungen und Operationen bzw. Kniegelenk-spiegelungen vorangegangen ohne fühlbare Besserung der Knieschmerzen oder nur mit kurzzeitiger Linderung der Beschwerden, da der Gelenkverschleiß mit der Zeit weiter voranschreitet.

Der Tag darf aber nicht schon mit Schmerzen im Knie starten und der Alltag, sowie die vielfältigen Sport- und Freizeitaktivitäten nicht ständig vom Schmerz begleitet werden. In Fällen von chronischen Verschleißerkrankungen verfehlt das Schmerzsignal seinen Sinn und darf unterbrochen werden, auch um Fehlstellungen und Fehlbelastungen am noch nicht betroffenen anderen Knie und der Wirbelsäule oder die Ausbildung eines hartnäckigen Schmerzgedächtnisses zu verhindern.

Insofern ist die Entwicklung der Operationsmethode der Denervation am Knie überaus begrüßenswert und bietet eine echte Alternative zur permanenten Einnahme von starken Schmerzmedikamenten oder einer endgültigen Knieprothese mit dem danach sehr realen Risiko einer eingeschränkten Beweglichkeit und der späteren Lockerung der Prothese.

 

Welche Patienten profitieren von dieser Operation?

Die Knie-Denervation wurde anfangs auch in Deutschland nur bei Patienten durchgeführt, die nach der Implantation einer künstlichen Kniegelenksprothese weiterhin Knieschmerzen hatten oder sogar mehr Schmerzen als vor der Knieprothese.

Die großen Erfolge dieser vergleichsweise kleinen, sehr schonenden und wenig belastenden Operation haben bei den Operateuren der peripheren Nerven zu einem Umdenken geführt, so dass die Denervation mittlerweile regelmäßig auch bei Patienten mit chronischen Knieschmerzen unterschiedlichster Ursachen durchgeführt wird.

Zunächst jedoch ist es die Aufgabe des Spezialisten diejenigen Patienten zu identifizieren, die für diesen Eingriff in Frage kommen, da es hier viele sogenannte Kontraindikationen gibt. Auch wir in Düsseldorf und in Berlin untersuchen dies sehr gewissenhaft. Prinzipiell aber kommt zunächst jeder chronische Knieschmerzpatient für diesen Eingriff in Frage:

  • Träger von Kniegelenksprothesen mit weiterhin auftretenden Schmerzen
  • jüngere Patienten nach Sportverletzungen und multiplen erfolglosen Arthroskopien (Gelenkspiegelungen) und anderen Knieoperationen
  • Patienten mittleren Alters, die noch zu jung sind für die Implantation einer Kniegelenksprothese (zeitlich begrenzte Stabilität), aber weiterhin ihren Sport und ihren Alltag schmerzfrei genießen möchten
  • ältere Patienten, die zu krank sind für eine Vollnarkose oder einen sehr großen operativen Eingriff 
  • ältere Patienten, die zu schwach sind um die Monate lange Rehabilitation nach einem Protheseneinbau erfolgreich durchzuführen, um damit wieder Laufen zu lernen.

 

Das sollten Sie zur Erstuntersuchung mitbringen

Der Patient bekommt einen einstündigen Untersuchungstermin und soll somit zunächst ausreichend Zeit mitbringen. Außerdem:

  • alle Röntgenbilder oder CT-/ MRT- Befunde, die vorliegen
  • die alten Behandlungsberichte, falls zu Hand
  • eine aktuelle Liste der einzunehmenden Medikamente

 

Darauf sollten Sie besonders achten

  • Ganz wichtig ist, am Untersuchungstag keine Schmerzmittel einzunehmen, um die tatsächliche Wirkung der örtlichen Betäubung, die bei uns durchgeführt wird, zu erfassen.
  • Außerdem dürfen 7 Tage vor der Untersuchung keine blutverdünnenden Medikamente eingenommen werden (vor allem Marcumar), da kurzstreckig in die Muskulatur gespritzt wird, um auch die zum Teil unter der Faszie laufenden sensiblen Faser zu erwischen und es hierbei stark bluten kann bei Einnahme dieser Medikamente. Hier sollte vorher mit dem Hausarzt besprochen werden, ob gegebenenfalls eine Ersatzbehandlung mit Heparin-Spritzen erfolgen muss!

 

Die Untersuchungen in der Praxis

An zwei aufeinander folgenden Terminen wird zunächst im Denervations-zentrum eine Testblockade durchgeführt. Dabei werden die Schmerz leitenden Nerven außerhalb des Kniegelenkes (sowohl oberhalb, als auch unterhalb, als auch seitlich) zunächst vorsichtig ertastet und dann örtlich betäubt.

Danach führt der Patient die für ihn besonders schmerzhaften Bewegungen bei einer standardisierten Belastungserprobung durch. Wenn deutlich weniger Schmerzen auftreten als sonst, oder gar keine Knieschmerzen, dann ist eine Denervation in den allermeisten Fällen auch erfolgreich und kann empfohlen werden.

 

Im Krankenhaus

Die Operation an sich wird während eines meist 5-tägigens stationären Krankenhausaufenthaltes durchgeführt. Man kann in der Regel bei der Betäubung zwischen einer Vollnarkose und einer Spinalanästhesie (sog. „Rückenmarksnarkose“) wählen. Die Länge des Eingriffs ist abhängig von der Anzahl der auszuschaltenden Nervenfasern und deren Verlauf im Gewebe und dauert im Durchschnitt eine Stunde.

Die Schnitte über und unter dem Knie sind nur 1-4 Zentimeter lang. Bereits einen Tag nach der Operation darf der Patient aufstehen und zusammen mit dem Krankengymnasten erste Schritte machen, am Tag der Entlassung sogar ohne Gehstützen Treppen steigen, so daß eine anschließende KG meist nicht mehr notwendig ist. In vielen Fällen merkt man, dass die Beweglichkeit des Knies etwas besser ist, als vor der Operation, die Schonhaltung aufgrund der Knieschmerzen ist nicht mehr vorhanden.

 

Operationsrisiken

Neben den allgemeinen Operationsrisiken (selten bis sehr selten Bluterguss oder Nachblutung, Infektion, Serom, Wundheilungsstörung, Taubheitsgefühl der Haut, übermäßige Narbenbildung, ausbleibender Therapieerfolg, Thrombose, Embolie, Neurombildung) gibt es bei dieser Operation auch ganz spezifische Sachverhalte auf die man aufmerksam machen muss, wie dass die Grunderkrankung - meist ist es eine Arthrose - weiterhin bestehen bleibt und ggf. weiter fortschreitet und z.B. weiterhin zu eine Schwellung führen kann oder sogar nach Jahren erneut zu Schmerzen führen kann.

 

Ambulante Behandlung nach der Operation

Die Fäden werden 12 bis 14 Tage nach der Operation ambulant in der Praxis gekappt. Sollte ein Muskelaufbau erforderlich sein, um die neu gewonnenen Möglichkeiten voll auszuschöpfen, empfehlen wir eine anschließende Krankengymnastik. Eine Monate lange Reha-Maßnahme, wie nach einer Knieprothesen-Implantation ist nicht erforderlich.

 

Kosten

Die Knie-Denervation ist von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen voll anerkannt, für die gesetzlich versicherten unter unseren Patienten ist es somit keine Selbstzahler-Leistung!

 

Wenn Sie weitere Fragen haben oder telefonisch einen Termin vereinbaren möchten, wenden Sie sich an unsere Praxen, die Telefonnummern finden Sie hier.

Ihr Arzt

Ihr ArztDr. med. Georgios Xydias ist Facharzt für Plastische Chirurgie, Gründer und Ärztlicher Leiter von DENERVATIO, dem Zentrum für Gelenkdenervationen am Standort ...

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Das Zentrum

zmejaDENERVATIO in Berlin und Düsseldorf ist eine überregionale Anlauf- stelle für chronische Gelenkschmerz-Patienten mit Schmerzen im Kniegelenk, Handgelenk ...

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Aktuelles

neu-415Am 05. Mai 2014 um 19.00 Uhr hält Dr. Xydias einen weiteren Vortrag über die Kniegelenksarthrose und deren Behandlungsmöglichkeiten bei der VHS in Düsseldorf ...

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